Patient auf Trage

Das Sichern von Patienten auf Tragen ist ein wichtiges Thema. Im Ernstfall werden Patienten auf der Trage gesichert. Hierzu werden Arme und Beine festgeschnallt. Bei Übungen und Simulationen gelten andere Regeln.


Arme frei lassen

Aus Sicherheitsgründen ist man dazu übergegangen bei Übungen die Arme der Darsteller frei zu lassen. Sollte es zu einem Sturz kommen, können die Darsteller sich vielleicht noch selbst abfangen und schwere Verletzungen können vermieden werden. Hierdurch können allerdings folgende Schwierigkeiten entstehen:

  • Patient auf TrageHerunterhängende Gurte sind eine Gefahrenquelle!
    Die Träger könnten auf die am Boden schleifenden Gurte treten und stürzen.
  • Darsteller glauben das Festschnallen wurde vergessen.
    Sie könnten beispielsweise versuchen sich irgendwo festzuhalten.


Wir empfehlen folgende Vorgehensweisen:

  • Der Oberkörper sollte ohne die Arme angeschnallt werden.
    So bleiben die Arme frei und die Gurte hängen nicht herunter.
  • Die Darsteller darauf hinzuweisen (Codewort „NOPLAY“),
    dass ihre Arme nur aus Sicherheitsgründen frei sind (Übungskünstlichkeit) und sie sich bitte entsprechend verhalten sollen.


Über Wasser nicht Festschnallen

Stürzt eine Person ins Wasser, die auf einer Trage festgeschnallt wird, bestehen folgende Gefahren:

  • WasserrettungDie Trage zieht die Person in die Tiefe.
    Freie Arme reichen nicht aus um mit der Trage zu schwimmen oder sich rechtzeitig von den Gurten zu befreien.
  • Schlechte Sicht unter Wasser.
    Sicherungstrupps und Rettungsschwimmer können Personen unter Wasser nur schwer finden.


Werden bei Übungen Darsteller auf einer Trage festgeschnallt und in der Nähe von Wasser oder sogar über Wasser transportiert, besteht akute Lebensgefahr!


Wir empfehlen folgende Vorgehensweisen:

  • Darsteller nicht Festschnallen!
    Brustgurte können den Darstellern in die Hand gegeben werden um sie Festzuhalten. Beingurte können (unter den Darstellern) an der Trage befestigt werden.
  • Die Darsteller auf die Gefahren hinweisen (Codewort „NOPLAY“),
    damit sie wissen dass ihre Arme nur aus Sicherheitsgründen frei sind (Übungskünstlichkeit) und sich entsprechend verhalten.


Dies ist ein Sicherheitshinweis, den wir von Kräften des DLRG übernommen haben.


Autor

Dieser Überblick wurde zusammengestellt von

Ingo Vigneron
www.EMERGENCY-SIMULATION.eu
Ausbildung & Simulation, Freiwillige Notfallhilfe e. V.


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